Gibt es ihn, den weiblichen Blick auf die Welt, eine weib-
liche Handschrif t in der Kunst? Oder ist jede Unterschei-
dung nach Geschlechtern Unsinn? Und wo sollte man auch
eine Grenze ziehen in dem Kontinuum aller Geschlechter?
In jedem Fall gab es für lange Zeit eine Marginalisierung
der kunstschaffenden Frauen, wie in so vielen Bereichen
auch hier ein Primat der Männer, und nicht wenige sind
davon überzeugt, dies halte noch immer an. Wir sind da-
gegen vor allem neugierig und wollten wissen: Wie sieht
die »weibliche Kunst« heute aus, womit beschäftigen sich
Künstlerinnen mitten in der ersten Hälfte des 21. Jahrhun-
derts? Und so haben wir einen nicht repräsentativen,
ganz subjektiv an unserem Blick ausgerichteten und doch
irgendwie stellvertretenden Querschnitt heutiger Posi-
tionen von Frauen in der Kunst zusammengestellt.
Die Ausstellung Female Contemporary eröf fnet am
Donnerstag, 22. Januar, ab 18:00, und wir würden uns
sehr freuen, wenn Ihr unsere Neugier teilt und durch
einen Besuch der Vernissage stillt. Auch ein Großteil der
15 Künstlerinnen wird anwesend sein und um 19:00 Uhr
gibt es eine kurze Erläuterung zu der Ausstellungsidee.
Fasanenstraße. 42, 10719 Berlin